Zu lange hatten Salate den Ruf, langweilig zu sein. Dennoch ist ein sorgfältig zubereiteter Salat – knackig, erfrischend und voller Geschmack – ein kulinarischer Genuss. Das Geheimnis liegt darin, die weite Welt der Grüntöne zu verstehen, die über Eisberg und Romaine hinausgeht. Von echten Salaten bis hin zu bitterem Chicorée und pfeffrigem Blattgemüse: Wenn Sie Ihre Auswahl kennen, werden Ihre Salate von der Beilage zum Herzstück.
Was macht einen „echten“ Salat aus?
Der Begriff „Salat“ wird oft weit gefasst, aber echte Salate gehören zur Art Lactuca sativa, die zur Familie der Korbblütler gehört. Salat wurde bereits 2600 v. Chr. in Ägypten angebaut, reiste durch Griechenland und Italien (wo man einst glaubte, dass er den Schlaf fördert) und gelangte schließlich in den 1490er Jahren mit Christoph Kolumbus nach Amerika. Heutzutage bieten Lebensmittelgeschäfte im Vergleich zu ihrer historischen Vielfalt ein überraschend begrenztes Sortenspektrum an. Trotz des Eindrucks, dass sie mild sind, können frische Salate von leicht süß bis leicht bitter und grasig reichen und bieten eine herrlich knackige Textur. Während sie in den USA hauptsächlich roh verzehrt werden, können kräftigere Sorten sogar gegrillt oder geschmort werden – Methoden, die in der französischen und chinesischen Küche üblich sind.
Die wichtigsten Salatsorten
Eisbergsalat: Eisbergsalat ist der am häufigsten angebaute Salat in den USA und zeichnet sich durch große, dicht gepackte Köpfe aus hellgrünen Blättern aus. Seine knackige, knusprige Textur und sein hoher Wassergehalt machen es ideal für den Transport und cremige Dressings. Es eignet sich hervorragend für Keilsalate, Burger und Streetfood und behält seine Form auch, wenn es halbiert oder geviertelt wird.
Romaine: Die zweitbeliebteste Sorte ist die längliche Romaine mit dunkelgrünen Außenblättern und helleren Innenblättern. Allein im Jahr 2023 belief sich der Umsatz auf 1,54 Milliarden US-Dollar. Knusprig, fest und leicht erdig, hält es gut mit dicken Dressings und ist perfekt für Caesar- oder Cobb-Salate. Die Herzen – dicht gepackte innere Blätter – können für eine rauchige Süße sogar gegrillt werden.
Butterhead (Bibb, Boston): Butterhead ist für seine weiche, samtige Textur bekannt und zart und lässt sich am besten vorsichtig mit der Hand schwenken. Bibb und Boston sind Untertypen; ersteres größer, letzteres zierlicher. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, ist es ein Grundnahrungsmittel der französischen Küche und wird mit leichten Vinaigrettes oder als Basis für Niçoise-Salate serviert. Es verpackt auch Füllungen in koreanischem Ssam und vietnamesischen Frühlingsrollen.
Kleiner Edelstein: Ein früh geernteter Römersalat, ein kleiner Edelstein, der einen süßeren, milderen Geschmack bietet, da er gepflückt wird, bevor sich Bitterkeit entwickelt. Seine Blätter sind knackig und dennoch zart und passen gut zu pikanten Vinaigrettes, Sardellen oder Oliven.
Jenseits von Salat: Erkundung von Chicorée und anderen Grünpflanzen
Während echte Salate beliebt sind, sollten Sie die größere Auswahl an Grünsorten nicht außer Acht lassen. Obwohl Chicorée verwandt ist, gehört er zu einer anderen Gattung (Chicorium ) und verleiht Salaten eine angenehme Bitterkeit. Blattgemüse wie Brunnenkresse und Rucola sorgen für pfeffrige Schärfe.
Zichorien:
- Frisée: Federartig, bitter und pfeffrig, häufig in Salatmischungen oder französischer Salade Lyonnaise.
- Radicchio: Auffällig purpurrote Blätter mit bittersüßem Geschmack. Beim Rösten oder Grillen kommt seine Süße zur Geltung.
- Escarole: Knusprig, leicht bitter, ideal zum Schmoren in italienischen Suppen oder zu Obst.
- Endivie: Dichte, knackige belgische Endivie, perfekt für Dips oder gepaart mit süßen und cremigen Elementen.
Andere Blattgemüse:
- Mesclun-Mix: Eine praktische Mischung aus Babygrün (Spinat, Grünkohl, Rucola, Römersalat, Radicchio), bekannt durch Alice Waters im Chez Panisse.
- Tatsoi: Dieses in China beheimatete Grün gehört zur Familie der Pak Choi. Im rohen Zustand hat es einen senfartigen Geschmack und im gekochten Zustand eine süße, erdige Note.
- Grünes Blatt und rotes Blatt: Rote Blätter haben eine ähnliche Textur und verleihen aufgrund der Anthocyane, dem gleichen Pigment, das auch in Beeren vorkommt, einen Hauch von Bitterkeit.
- Eichenblatt: Zart mit nussigem Geschmack, passt gut zu anderem Gemüse und Chicorée.
Warum das wichtig ist
In der modernen amerikanischen Ernährung steht die Bequemlichkeit oft über dem Geschmack. Supermärkte führen vor allem Eisberg- und Römersalat, weil sie gut verschickt werden, nicht weil sie am leckersten sind. Beim Rückgang der Salatvielfalt geht es nicht nur um den Geschmack; Es ist ein Symptom eines breiteren Trends zur Standardisierung in der Lebensmittelproduktion. Durch die Suche nach weniger bekannten Gemüsesorten bereichern Sie nicht nur Ihre Mahlzeiten; Sie unterstützen die Artenvielfalt und entdecken vergessene Aromen wieder.
Letztendlich ist der beste Salat der, der Ihren Gaumen begeistert. Experimentieren Sie mit verschiedenen Gemüsesorten, Dressings und Mischungen, um eine ausgewogene Textur und Geschmacksrichtung zu schaffen. Ein gut zubereiteter Salat ist nicht nur eine Beilage; Es ist ein Fest der frischen, lebendigen Zutaten.
